Buchvorstellung: “Projekt Phoenix”

Das „Projekt Phoenix“ ist ein Roman, der jedem, der aus der IT-Branche kommt und schon einmal nachts wegen einer IT-Störung geweckt wurde oder ein GoLive eines IT-Systems miterlebt hat, der so ganz und gar nicht wie geplant ablief, den einen oder anderen Déjà-vu-Moment bescheren wird.

Der Leser begleitet den Protagonisten Bill Palmer, der sich unerwartet in der Position des „Vice President of IT Operations“ von „Parts Unlimited“ wiederfindet. Schnell erkennt Bill, das Handlungsbedarf besteht, da ein für die Firma essentielles IT-Projekt zu scheitern droht und die IT von den anderen Bereichen innerhalb von „Parts Unlimited“ eher als blockierende Last, denn als Hilfe wahrgenommen wird. Die Methoden, die es Bill in der Vergangenheit erlaubt hatten, in seiner bisherigen Funktion als „Director of Midrange Technology Operations“ für effiziente Arbeitsabläufe zu sorgen, stoßen aufgrund der Größe seines neuen Verantwortungsbereichs und der vielfältigen Probleme schnell an ihre Grenzen. Hier triff Bill auf Erik, einen etwas sonderbaren Aufsichtsratskandidaten. Erik nimmt Bill mit in eine der Produktionshallen von Parts Unlimited und hilft ihm schrittweise zu erkennen, wie er seinen Bereich so aufstellen kann, dass er den Anforderungen des Business wieder gewachsen ist.

Der Roman liest sich – solange ein gewisser IT-Bezug beim Leser vorhanden ist – sehr flüssig und, obwohl er viel theoretische Überlegungen wie zum Beispiel „Die vier Arten der Arbeit“ oder „Die drei Wege“ vermittelt, sind diese Themen so im Handlungsverlauf eingebunden, dass sie nie als Fremdkörper wirken. An der einen oder anderen Stelle, sind die Charaktere im Roman etwas einsichtiger, als dies in der Realität zu erwarten wäre. Mir hat der Roman „Projekt Phoenix“ von Gene Kim, Kevin Behr und George Spafford sehr gut gefallen und ich kann ihm jedem ans Herz legen, der für sich das Buzz-Word „DevOps“ mit einer lebendigen und gut nachvollziehbaren Geschichte verbinden möchte.

Martin Ziegler

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